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Wir fordern:

  • Blumenwiesen, Hutweiden und Almen dürfen nicht schlechtergestellt werden als Intensiv-Grünland und Äcker.
    Einführung eines einheitlichen Basisprämien-Betrages pro Hektar für alle landwirtschaftlichen Flächen in Österreich inklusive der einmähdigen Wiesen, Hutweiden, Streuwiesen und Almen im Rahmen der Betriebsprämie sofort ab 2015 ohne verzögernde Übergangslösungen.
  • Volle Ausschöpfung der EU-Gelder im Agrarumweltprogramm.
    Insbesondere Sicherung der Maßnahme ÖPUL/Wertvolle Fläche durch ausreichend Kofinanzierungsmittel von Bund und Ländern, sodass alle geeigneten Flächen an den speziellen Naturschutzmaßnahmen teilnehmen können. Es dürfen keine EU-Fördermittel ungenutzt liegenbleiben, nur weil Bund und Länder ihren 50 %-Anteil nicht finanzieren wollen! Landwirte sollen ihre Natur- und Umweltschutz-Leistungen fair abgegolten bekommen.
  • Umfassende Dotierung der Naturschutz-Förder-Pakete
    "Naturschutzmaßnahmen für Natura-2000 Gebiete und Wasserrahmen-Richtlinie" sowie des Paketes für Naturschutzprojekte durch Schutzgebiets-Verwaltungen, Gemeinden, Vereine etc., müssen ausreichend dotiert werden und die 50%-Kofinanzierungsmittel von Bund und Ländern gesichert sein, sodass die nach Natura-2000 geschützen Lebensräume und Arten in Österreich endlich einen günstigen Erhaltungszustand erreichen und teure Vertragsverletzungsverfahren und Strafzahlungen Österreichs an die EU verhindert werden. Landwirte sollen ihre Leistungen im Rahmen von Natura-2000 fair abgegolten bekommen.

Diese Petition richtet sich an Bundeskanzler Faymann, Vizekanzler Spindelegger, den neuen Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter sowie an alle Landeshauptleute und NaturschutzlandesrätInnen der Länder.

AKTUELLER STAND

Massive Kürzungen im Naturschutzbereich geplant:

Unsere Sorge um die Blumenwiesen, Weiden und Almen aber auch naturverträglichen Ackerbau und ökologisch nachhaltige Forstwirtschaft/Waldnutzung und damit um Vögel, Schmetterlinge, Bienen und viele andere Tier- und Pflanzenarten bleibt weiterhin groß: Was hilft ein prinzipiell gutes Förderprogramm, wenn die Naturschutzmittel viel zu gering sind?

Die Bundesregierung plant, den fertigen Programmentwurf für Ländliche Entwicklung nach dem Ministerrat vom 8. April 2014 zur Begutachtung in Brüssel vorzulegen. Die vorgesehenen Budgetmittelkürzungen von bis zu 100 Mio. Euro im Agrarumweltprogramm (ÖPUL) sowie Kürzungen von ca. 30% beim Projektnaturschutz gefährden nicht nur die Tier- und Pflanzenwelt.

Um den anhaltenden Artenschwund in Wiesen, Feldern und Wäldern zu stoppen und damit den EU-Zielen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt näher zu kommen, ist eine dringende Mittelaufstockung für ÖPUL, Naturschutzprojekte und das Österreichische Waldökologie-Programm (ÖWÖP) erforderlich.

Wir fordern daher das Lebensministerium und die für Land- und Forstwirtschaft sowie Naturschutz zuständigen Landesräte dringend auf, die Geldmittel für den Naturschutz so zu erhöhen, dass der Rückgang der biologische Vielfalt zumindest spürbar gebremst werden kann:

  • 50 Mio. Euro pro Jahr für "Pflege ökologisch wertvoller Flächen" im ÖPUL
  • 40 Mio. Euro pro Jahr für Naturschutzprojekte durch Gemeinden, lokale Vereine, Nationalparks, Biosphärenparks, Naturparks und NGOs (Bildung und Öffentlichkeitsarbeit, Grundlagenarbeiten und Erhebungen zum aktuellen Zustand und Umsetzungen in der Natur- und Kulturlandschaft) inklusive der Sicherung der 50%-Kofinanzierung durch Lebensministerium und Länder
  • 27 Mio. Euro pro Jahr für ökologische Maßnahmen im Wald
  • ERFOLG: Gleichberechtigte Basisprämie für einmähdige Wiesen:

    Einen großen Erfolg konnten wir gemeinsam mit allen Unterzeichnern für Punkt 1 der Petition verbuchen: Im Regierungsübereinkommen der Koalition wurden die einmähdigen Wiesen für eine einheitliche Basisprämie - gleichwertig mit den Intensivflächen - aufgenommen! Allerdings ist eine langsame stufenweise Erhöhung vorgesehen und keine vollwertige Auszahlung ab 2015.

    Hutweiden und Almen sollen nach wie vor nach den Plänen der Politik bei der Basisprämie benachteiligt werden. Wir fordern daher weiterhin: Diese Flächen sind ökologisch ebenso hochwertig und dürfen keinesfalls benachteiligt werden!

    Der erste Teil der Unterschriften (16.526 Stimmen in 2,5 Wochen) wurde am 19.12.2013 an Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter von Prof. Georg Grabherr (Wissenschafter des Jahres 2012), Gerald Pfiffinger (GF Birdlife), Prof. Roman Türk (Präsident Naturschutzbund Österreich), Gerhard Heilingbrunner (Präsident des Umweltdachverbandes) und Michael Proschek-Hauptmann (GF Umweltdachverband) übergeben. Der Minister sagte seine Unterstützung für die Erhaltung der bunten Wiesen, Hutweiden und Almen zu. Ein Schwerpunkt dabei sollte das Agrar Umweltprogramm ÖPUL mit gezielten Naturschutzmaßnahmen sein. (siehe Presseaussendung des Ministers)

    Die Übergabe an die Bundesländer erfolgte am 31. Jänner bei einer Konferenz der Naturschutz-LandesrätInnen an die Tiroler Naturschutzlandesrätin und Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe. (21.390 Stimmen)

    Facts

    Forderung der NGOs an die Politik

    Die Schönheiten der Landschaften Österreichs, deren biologische Vielfalt und Lebensqualität sind eng mit der landwirtschaftlichen Praxis und deren Entwicklung verbunden. Für das traditionelle Wiesen- und Weideland bis hin zu den Almen der Berglagen gilt dies ganz besonders. Diese umweltschonende Nutzung kann aber heute nur dadurch aufrecht erhalten werden, dass die Leistungen, die Bauern dafür erbringen, auch in einem Maße abgegolten werden, dass unterm Strich ein positives Einkommen möglich ist. Die Leistung für die Natur und die Vielfalt ist ein hohes Gut und gleichwertig den Produktionsleistungen der Landwirtschaft, obwohl das für manche Bauern mit ihrem beruflichen Selbstverständnis noch schwer vereinbar ist.

    Die Abgeltung dieser Leistung der Landwirtschaft – für das Landschaftsbild und die Erhaltung der Artenvielfalt – durch Agrar-Förderungen ist jedoch höchst ungleich verteilt: Während ein Teil der Bauern mit viel Einsatz die Naturausstattung ihrer Betriebe gezielt erhält und häufig relativ wenig Agrar-Förderung bekommt, sieht ein anderer Teil seine Einnahmen nur durch den intensiven Einsatz moderner Produktionsmittel (schwere Maschinen, Dünger und Pestizide) gesichert – oft zum Schaden von Lebensräumen, deren Vielfalt, der Gesundheit der Böden und der Reinheit des Grundwassers – und bekommt gleichzeitig oft höhere Agrar-Förderungen.

    Endlich sollen nach den Plänen der EU jene Landwirte, die viel für Natur-, Umweltschutz und das Landschaftsbild leisten und seit Jahrzehnten bei den Förderungen benachteiligt wurden, genauso viel Basisförderung bekommen, wie die auf Produktionsmaximierung abzielenden Intensivbetriebe! Dadurch käme es allerdings zu finanziellen Einbußen bei den Intensivbetrieben. Um diese Verluste so klein wie möglich zu halten, fordert die Intensiv-Agrarlobby den Fördersatz für Extensivflächen auf 25% im Vergleich zu den Intensivflächen zu reduzieren. Das benachteiligt die ökologisch wertvollsten Wiesen, Weiden und Almflächen massiv, kommt einer Bestrafung der Bauern nahe, die gezielt Leistungen im Sinne der Natur erbringen und wird gleichzeitig zu einem weiteren Sterben der kleinen Landwirtschaftsbetriebe bis 2019 führen!"

    "Naturschutzbund, Bioverband Erde & Saat, Birdlife, Blaurackenverein, Naturfreunde, Österreichische Berg- und KleinbäuerInnen Vereinigung, Österreichische Naturschutzjugend, WWF, Alpenverein, Umweltdachverband und der Verband Naturparke Österreichs fordern daher gemeinsam von Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger, vom noch amtierenden Landwirtschaftsminister Berlakovich sowie von Wirtschaftskammerpräsident Leitl und Sozialminister Hundstorfer als Zuständigen in den aktuellen Koalitionsverhandlungen aber auch von den Landeshauptleuten und NaturschutzlandesrätInnen der Länder eine verantwortungsbewusste Entscheidung für die heimische Artenvielfalt und die ökologisch wirtschaftenden Landwirte.

    Österreich muss wieder Umweltmusterland werden! Im Gegensatz zu den politischen Sonntagsreden ist Österreich heute europaweit unter den Schlusslichtern in Sachen Klima-, Umwelt- und Naturschutz. Anstatt hunderte Millionen Euro Steuergeld in Strafzahlungen wegen nicht erfüllter internationaler Verpflichtungen oder in die Förderung umweltschädigender Intensiv-Landwirtschaft zu investieren, sollen damit besser Anreize für Klima-, Umwelt- und Naturschutz finanziert werden."

    "Bitte unterstützen auch Sie mit Ihrer Unterschrift
    die Erhaltung der Blumenwiesen, -weiden und Almen!"

    Blumenwiese Trespenwiese St. Gerold Gülleausbringung geduengte Intensivwiese Intensivwiese Orchideen

    Förderung für Naturschutzprojekte über das Programm für Ländliche Entwicklung (LE)

    Das Geld für den Naturschutz in Österreich ist in den letzten Jahren - trotz hohem Handlungsbedarf auf Grund des starken Rückgangs der Biodiversität und der verschiedensten internationalen Verpflichtungen - laufend weniger geworden.

    Das Programm für Ländliche Entwicklung (Agrarförderprogramm der EU) ist die Förderschiene über die - mit fast 50% kofinanziert von der EU - Naturschutzprojekte durch örtliche Vereine, Gemeinden, Schutzgebietsverwaltungen (Nationalparke, Biosphärenparke, Naturparke) und NGOs mit relativ geringem bürokratischen Aufwand und auch in kleinerem Projektvolumen möglich sind. Das Programm für Ländliche Entwicklung war die wesentliche Geldquelle für viele Umsetzungen im Naturschutz in den letzten Jahren. Vom Bildungsprojekt mit Angeboten für Schulen, um die Kinder und Jugendlichen für die heimische Natur zu begeistern und zu sensiblisieren, über Lehrpfade und Besuchereinrichtungen, Ausstellungen, Informationsmaterial wie Unterrichtsmaterial, Informationsbroschüren, Websites und Zeitungen und Besucherprogrammen diverser Schutzgebiete, die natürlich auch aus touristischer Sicht für viele Regionen wichtig sind, über Erhebungen zum aktuellen Zustand der Natur- und Kulturlandschaft und Vorkommen verschiedenster Arten bis hin zu Umsetzungen wie Moorrenaturierungen, Wiederherstellung von Wiesen, Almen und Trockenrasen - u.a. auch mit Freiwilligen, Erstellungen von Managementplänen und vieles mehr konnte über dieses Programm gefördert werden. Gelder aus dem sogenannten LIFE-Programm der EU sind hingegen für zahlreiche kleine Organisationen vor allem auf Grund der dort praktikablen Mindestprojektvolumen von 1 Mio Euro sowie auf Grund des hohen bürokratischen Aufwandes und der hohen internationalen Konkurrenz nicht umsetzbar und damit unerreichbar.

    Die über LE geförderten Naturschutzprojekte werden zu fast 50% von der EU konfinanziert. Dieses EU-Geld steht jedoch nur zur Verfügung wenn Bund und Länder eine Kofinanzierung der restlichen Mittel auf 100% der Fördermittel beisteuern, ansonsten kann das EU-Geld nicht "konsumiert" werden. Knapp mehr als 50% des Fördervolumens müssen somit Bund und Länder übernehmen, ansonsten verfallen die EU-Mittel.

    Im Jahr 2013 wurden aus dem LE-Programm zur Umsetzung von Naturschutzprojekten 23 Mio € verwendet (160 Mio € gesamt budgetiert für 7 Jahre). Die Naturschutzabteilungen der Bundesländer fordern vom Lebensministerium, das für die aktuelle Programmplanung 2014-2020 zuständig ist und einen Entwurf zur Genehmigung an die EU-Komission übermitteln muss, auch angesichts zusätzlicher Aufgaben v.a. für neue und von der EU rechtlich verbindlich geforderte Natura-2000 Gebiete, für den Zeitraum 2014-2020 rund 25 Mio € jährlich (173 Mio. € gesamt). Geplant sind aktuell vom Ministerium allerdings nur jährlich maximal 17 Mio. €, in Summe bis 2020 knapp 117 Mio. €. Das entspricht einer Unterfinanzierung bzw. einer Budgetlücke von 26%. Außerdem will das Ministerium für die Kofinanzierung nur noch 8,1 Mio € anstelle von 16,2 Mio € zur Verfügung stellen. Die ausfallenden Kofinanzierungsmittel müssten dann die Bundesländer aufstellen, die ihrerseits die Budgetmittel für Naturschutz in den letzten Jahren laufend gekürzt haben und die die von Seiten des Ministeriums fehlenden Mittel wohl nur zum Teil ersetzen würden. Somit würden wesentliche EU-Mittel-Beträge für den Naturschutz in Österreich verloren gehen. Gleichzeitig muss(te) Österreich auf Grund der Nichteinhaltung internationaler Natur- und Umweltschutzvorgaben schon mehrfach Strafe von vielen Mio. € im Rahmen von Vertragsverletzungsverfahren an die EU zahlen. Geld, das besser für die Umsetzungen im Natur- und Umweltschutz aufgehoben wäre.

    Blumenwiesen, Hutweiden und Almen – die Juwelen der Kulturlandschaft

    Artenreiche Wiesen, Hutweiden und Almen sind über Jahrhunderte durch eine landwirtschaftliche Nutzung entstanden. Hunderte Pflanzen- und tausende Tierarten haben in diesen bunten Lebensräumen ihre Heimat. Orchideen gehören wohl zu den bekanntesten Blumen. Viele der mehr als 600 heimischen Wildbienen-Arten und der rund 4.000 Schmetterlingsarten aber auch Honigbienen finden hier von Frühjahr bis Herbst ihre Nahrung. Viele Blumenwiesen-Arten sind heute selten geworden, denn ihr Lebensraum ist stark geschrumpft und schrumpft weiter! Der Anteil jener Arten auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, die in der Kulturlandschaft leben, steigt stetig an. Aus einer vielfältigen, bunten Landschaft wird immer mehr eine grüne Agrarwüste.

    Viele weitere Informationen zum Lebensraum Blumenwiese und -weide finden sie im Wiesen&Weiden Buch des Biosphärenpark Wienerwald (siehe Downloads).

    Grünland – was ist das genau und wieviel gibt es davon?

    Als Grünland gelten Wiesen, Weiden, Almen und Feldfutter (auf Äckern eingesätes Gras, Rotklee, Luzerne etc.). Es nimmt in Österreich insgesamt rund die Hälfte der landwirtschaftlichen Fläche ein. Davon ist rund die Hälfte Intensiv-Grünland. Nur ein Viertel der landwirtschaftlichen Fläche ist extensives Grünland.
    (Daten und Grafik aus dem Grünen Bericht 2013 – Datengrundlage 2012 (siehe Downloads))

    Intensiv-Grünland – was ist das?

    Intensiv-Grünland-Flächen werden stark gedüngt und häufig gemäht, viel mehr als die über Jahrhunderte entstandenen Pflanzen- und Tiergemeinschaften unserer Wiesen vertragen! Auch Kunstdünger und chemische Unkrautvernichter kommen zum Einsatz. Auf diesen Flächen wird meist Gras-Silage erzeugt. Das Mähgut wird noch grün und feucht in Ballen mit luftdichter Kunststoffhülle verpackt und dient der intensiven Viehzucht und Milcherzeugung. Auf Intensiv-Grünland wachsen oft nur 5-7 Pflanzenarten – vor allem Gräser, die viel Dünger und häufige Mahd vertragen. Dadurch ist das Intensiv-Grünland eine „grüne Wüste", wo Schmetterlinge und Bienen keine Nahrung finden. Intensiv-Wiesen sind sehr artenarm und damit naturschutzfachlich wertlos.

    Extensives Grünland – was ist das?

    Extensives Grünland sind Wiesen und Weiden, die gar nicht oder wenig gedüngt, nicht chemisch behandelt und 1 bis 2 mal im Jahr gemäht oder mit ökologisch verträglichen Besatzzahlen (auf Almen bis maximal 1 GVE/Hektar/Jahr) beweidet werden. Sie liefern weniger Ertrag, sind aber wesentlich artenreicher als Mehrschnittwiesen und Umbruchgrünland (Einsaaten mit hochproduktiven Grassorten und mehr als drei Mähterminen) und sind in Vollblüte schlichtweg eine bunte Pracht.

    WIESE IST NICHT WIESE! Botaniker, speziell Vegetationsökologen unterscheiden nach den Pflanzen eine große Zahl von Wiesentypen. Auf einer Bergwiese in Vorarlberg leben z.B. ganz andere Arten, als auf einer Hutweide im Seewinkel/Burgenland oder einer Iris-Wiese im Ennstal. Diese klassischen Wiesen sind teils fast verschwunden! Daher ist jede einzelne Fläche erhaltenswert!

    Die ein mal jährlich genutzten Grünland-Flächen, die zukünftig finanziell massiv benachteiligt werden sollen, machen gerade einmal 17% der landwirtschaftlichen Fläche Österreichs aus. In den Tallagen sind sie überhaupt nur mehr auf 3,1% der landwirtschaftlichen Fläche zu finden. Nur ein mal im Jahr genutzte Flächen sind oft durch Hanglage, Felsen und Steine oder Nässe schwer zu bewirtschaften.
    (Daten und Grafik aus dem Grünen Bericht 2013 – Datengrundlage 2012 (siehe Downloads))

    Trespenwiese Biene Gruenlandverteilung 2012 Intensivwiese Schilfreiches Klakniedermoor Blumenwiese

    Der Intensivierungsdruck steigt immer weiter

    Durch die Annahme, dass effizientere und damit intensivere Produktion die einzige Chance für das Überleben der landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich sei sowie durch die geänderten gesellschaftlichen Bedingungen, die Erleichterungen durch moderne Produktionstechnik und Züchtungen sowie den demographischen Wandel (Personalmangel in der Landwirtschaft), steigt der Druck auf Landwirte – auch von Seiten der Österreichischen Landwirtschaftsvertretungen – ihren Betrieb zu intensivieren und kosteneffizienter zu produzieren. Das heißt, die Nutzung der Flächen zu intensivieren, mehr zu düngen, öfter zu mähen oder mehr Vieh auf die Weide zu stellen und gleichzeitig in die Betriebsausstattung zu investieren, um in kürzerer Zeit und unter Einsatz von weniger Arbeitskraft mehr zu produzieren. Die großen Betriebe, die schon jetzt viel Fördermittel erhalten, können sich Investitionen wie neue Traktoren, Ställe etc. leisten, die kleinen Betriebe häufig nicht.

    Ein Stiermastbetrieb bekam im Jahr 2009 im Durchschnitt mehr als 11.000 € Betriebsprämie, während ein Mutterkuhbetrieb ohne Stiermast bei weniger als 2.000 € Betriebsprämie lag. (Zahlen aus Kirner 2011, Seite 16). Die Benachteiligung und Verzerrung bei den Förderungen versetzt vielen Kleinbetrieben den Todesstoß. So wurden in den letzten Jahrzehnten immer mehr kleine Betriebe aufgegeben, während die großen weiter wachsen und häufig auf Kosten von Umwelt, Naturschutz, Klima, Boden und Tierschutz wirtschaften. Kirner 2011: "Die Milchproduktion in Österreich konzentriert sich immer mehr auf die Gunstlagen des Grünlandes, also die Tallagen mit Dauergrünland und guten Wachstums- und Bearbeitungsbedingungen...In besonders benachteiligten Betrieben verliert die Milchproduktion an Attraktivität, wie Strukturdaten belegen."

    Gleichzeitg entsteht durch die Intensivierung in manchen Bereichen eine Überproduktion – etwa bei der Milch, wo die Beratung der Österreichischen Landwirtschaftvertretungen in Richtung mehr Vieh und Erhöhung der Milchleistung je Kuh geht. Das drückt den Preis, was die kleinen Milch-produzierenden Betriebe besonders hart trifft. Mit Anfang 2015 fällt außerdem die Milchquote in der EU, die für die Mitgliedsstaaten Obergrenzen für eine Milchproduktion festlegte, um den Preisverfall in Grenzen zu halten und Überproduktion zu vermeiden. Österreich hat seit 2007 die Quoten am stärksten überzogen und musste 2012/2013 mit 28,7 Mio € die EU-weit höchste Strafe zahlen (2010/2011 5,8 Mio €, 2011/2012 33,5 Mio €)! Die meisten anderen EU-Staaten liegen unter der Quote. Dieses Steuergeld wäre besser in die Erhaltung der Kleinbetriebe und der Artenvielfalt geflossen, als in die Intensivierung und Überproduktion von Milch und daraus resultierende Strafzahlung an die EU.

    Der durch Überproduktion weiter zu erwartende Preisverfall mit allen negativen Folgen ist der Agrar-Fachwelt natürlich bewusst, trotzdem wird die Wachstumsstrategie permanent weiterverfolgt und mit Kalkulationen unter zum Teil zweifelhaften Annahmen untermauert (Kirner 2012).

    Schleppschlauchausbringung von Guelle Siloballen Intensivwiese Guelleausbringung Jauche

    Leistungen der extensiven Kleinbauern werden von der Intensiv-Agrarlobby negiert

    Dass auch extensiv wirtschaftende Kleinbetriebe, die für die Gesellschaft mehr als die reine Nahrungsmittelproduktion leisten, sehr erfolgreich sein können, ist Landwirtschafts-Fachkreisen natürlich bekannt. (Kirner 2012: "Die bisherigen Überlegungen unterstellten, dass Betriebe bzw. Regionen mit niedrigen Produktionskosten wettbewerbsfähiger sind als jene mit hohen Produktionskosten.... Erfahrungen, in Österreich und auch in anderen Ländern beweisen, dass zumindest ein Teil der Bevölkerung regionale Produkte und umweltschonende Produktionsverfahren bevorzugt. Die Bereitschaft zu Kompensationszahlungen für Umweltleistungen und Pflegemaßnahmen sowie eine höhere Kaufbereitschaft für regionale Produkte sind eine Folge davon.") Und obwohl seit Jahren durch führende Agrarökologen wie Walter Dietl (Schweiz) ein Konzept entwickelt wurde, das ein positives Produktionsergebnis mit umweltangepasster Nutzung (integrierter bzw. differenzierter Wiesenbau) erlaubt, wird dies von manchen Beratern immer noch ignoriert und weiterhin zur Intensivierung geraten. So war in einem Artikel in der Zeitung "Die Landwirtschaft" der NÖ Landwirtschaftskammer noch 2011 unter dem Titel "Damit Futterwiesen nicht zu Blumenwiesen werden" (Artikel siehe Downloads) zu lesen, dass man durch Düngung verhindern solle, dass Wiesen blumenreich und damit für den Naturschutz interessant würden. Gleichzeitig soll auch weiterhin für Extensiv-Flächen die Basis-Förderung bewusst niedrig gehalten werden, "weil die Flächen ja nicht so viel Arbeit machen".

    Naturschutzbund, Bioverband Erde & Saat, Birdlife, Blaurackenverein, Naturfreunde, Österreichische Berg- und KleinbäuerInnen Vereinigung, Österreichische Naturschutzjugend, WWF, Alpenverein, Umweltdachverband und der Verband Naturparke Österreichs vertreten hingegen folgende Ansicht: "Die Verteilung der landwirtschaftlichen Nutzung über die Bundesländer ist sehr unterschiedlich. Das Interesse der östlichen Bundesländer mit großem Ackeranteil für die kleinen wertvollen, extensiven Grünland-Rest-Flächen und für eine einheitliche Basisprämie ist daher äußerst gering. Durch eine gerechtere Verteilung würden nämlich die politisch bevorzugten großen Intensiv-Betriebe Geld verlieren. Das Ende vieler Kleinbetriebe wird dabei bewusst in Kauf genommen. Bisherige Fördersysteme konnten das Bauernsterben in Österreich vielleicht etwas bremsen, aufhalten konnten sie es nicht!
    (Grafik Kulturartenverteilung aus dem Grünen Bericht 2013, braun Ackerfläche, dunkelgrün Wirtschaftsgrünland, hellgrün 1mal jährlich genutzte Flächen, grau sonstige Kulturarten – Datengrundlage 2010; Grafik Betriebsprämien-Verteilung aus Kirner 2011 – beides siehe auch Downloads)

    Verteilung der Kulturarten Österreich 2012 Verteilungspraemie

    Facts zum Zustand des Extensiv-Grünlandes und vieler Schutzgebiete in der Kulturlandschaft

    Abgesehen davon, dass die wertvollen extensiven Grünlandflächen in den letzten Jahren immer weniger geworden sind, ist auch ihr Zustand – vor allem wegen Aufgabe der Nutzung, seltener wegen Intensivierung – meist schlecht. Im aktuellen Bericht Österreichs an die Europäische Kommission zum Zustand der Natura 2000-Gebiete (gemäß Artikel 17 FFH-Richtlinie bzw. Artikel 12 VS-Richtlinie) in Österreich wird festgestellt, dass 83% der Grünlandflächen schon jetzt einen „unzureichend-ungünstigen“ bis „schlechten“ Erhaltungszustand aufweisen! Der diesbezügliche Handlungsbedarf in Österreich ist seit Jahren bekannt und schon jetzt enorm. Zusätzlich hat die EU-Kommission am 30.5.2013 gegen Österreich ein Vertragsverletzungsverfahren wegen mangelnder Ausweisung von Natura 2000-Gebieten eingeleitet. Rund 200 neue Gebiete müssen gemeldet werden. Neben Wäldern und Gewässern finden sich in der „Mängelliste“ auch zahlreiche Magerwiesentypen. Sowohl viele bereits existierende Wiesenschutzgebiete, als auch die neu von der EU geforderten sind nicht erfolgreich umsetzbar, wenn den beteiligten Landwirten die betriebswirtschaftliche Basis entzogen wird, um überhaupt an Programmen des Vertragsnaturschutzes teilnehmen zu können. Über Unterschutzstellung alleine wird keine einzige Magerwiese dauerhaft zu erhalten sein, wie unzählige Beispiele aus der Vergangenheit zeigen! Es braucht faire Fördersysteme um die Landwirte bei der Bewirtschaftung und damit Erhaltung und Pflege der Flächen zu unterstützen.

    Zahlen zum ökologischen Zustand der Kulturlandschaft und der wertvollen Schutzgüter

    • 83% der Grünlandflächen in den Natura 2000-Gebieten weisen einen „unzureichend-ungünstigen“ bis „schlechten“ Erhaltungszustand auf. (Artikel-17-Bericht, 2012) Außerhalb der Natura 2000-Gebiete sind leider kaum flächige, vergleichbare Daten für das Grünland Österreichs verfügbar.

    • Das aktuelle Aussterben der Kulturlandschaftsvögel ist dramatisch: Europaweit ist die Zahl der Vögel in der Kulturlandschaft seit 1980 um 52% zurückgegangen, das sind 300 Millionen Vögel weniger! In Österreich war ein Rückgang von 31,7% allein zwischen 1998 und 2011 zu verzeichnen. Die bisherige Agrarumweltpolitik hat trotz gegenteiliger Ankündigungen diese Entwicklung nicht aufgehalten. So sind in vielen Gebieten das ehemals häufige Rebhuhn und der Kiebitz bereits ausgestorben. Das in Wiesen brütende Braunkehlchen werden unser Kinder nur mehr aus Buch und Film kennen, wenn keine Änderung des Trends erfolgt. Nur mit praxistauglichen Förderungen, die eine naturverträgliche Wiesennutzung begünstigen, kann das Verschwinden der Vögel unserer Kulturlandschaft gestoppt werden! (Quellen: Pan-European Common Bird Monitoring Scheme (2012) und Farmland Bird Index Österreich (Teufelbauer, 2013))

    Verbrachung Umbruch Einsaat Intensivkoppel Rebhuhn Braunkehlchen

    Warum ist unsere Kulturlandschaft großteils in einem schlechten ökologischen Zustand?

    Massiver Druck auf Kleinbetriebe

    Zwei Entwicklungen bringen eine fortschreitende ökologische Verschlechterung der Agrarflächen mit sich. Einerseits steigt durch die Globalisierung und die massiv vorangetriebene Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft der wirtschaftliche Druck auf Kleinbetriebe enorm, sodass immer mehr von ihnen die Landwirtschaft aufgeben. Sie bewirtschaften zumeist kleinere und damit reicher strukturierte Flächen und nehmen auch die Bewirtschaftung "schwierigerer", meist ökologisch hochwertiger Flächen in Kauf, die ein Großbetrieb schlicht und einfach wegrationalisieren würde. "Viele österreichische Betriebe produzieren zu hohen Kosten, die sich vor allem aus kleinen Betriebseinheiten und natürlichen Standortnachteilen erklären. Ohne ausreichend öffentliche Gelder sind solche Betriebe nicht überlebensfähig. Andererseits erreichen größere, gut organisierte Betriebe in günstigeren Lagen Österreichs das Niveau der Produktionskosten von typischen westeuropäischen Milchviehbetrieben." (Kirner 2012) Im Klartext: Gerade die Kleinbetriebe brauchen zum Überleben deutlich mehr Förderungen, die großen hingegen bleiben auch mit etwas geringeren Förderungen konkurrenzfähig.

    Fördersystem benachteiligt Kleinbetriebe

    Die Kleinbetriebe werden durch die aktuelle UND die neu geplante Förderkulisse bei der Betriebsprämie gegenüber den großen und zumeist intensiven Betrieben benachteiligt. Dazu Kirner 2012: "Eine einheitliche Flächenprämie (das heißt ein gleicher Fördersatz je Hektar für alle landwirtschaftlichen Flächen) führt nach den vorliegenden Berechnungen zu großen Umverteilungen von intensiven zu extensiven Flächen und begünstigt vor allem Milchviehbetriebe mit größeren Anteilen an Almflächen [...] Eine differenzierte Flächenprämie mildert die Verteilungen nach oben und unten etwas ab." Bei einer einheitlichen Flächenprämie würden Betriebe mit Melk-Almen im Durchschnitt 11% mehr Einkommen erhalten, das sie zum Überleben dringend benötigen. Die intensiveren Milchviehbetriebe, die jetzt oft deutlich höhere Förderungen erhalten, würden bei diesem Modell 9% an Einkommen verlieren. Bei der geplanten 75%-Reduktion der Basisprämie für Blumenwiesen, Weiden und Almen würden die Betriebe mit Melk-Almen gegenüber heute 4% verlieren (d.h. es wird in Kauf genommen, dass noch mehr dieser Betriebe zusperren), während die intensiveren Milchviehbetriebe mit 7-8% kaum bessergestellt wären als im Modell der einheitlichen Prämie. (Zahlen aus Kirner 2012) Zitat Kirner: "Betriebe im Berggebiet wirtschaften zu höheren Produktionskosten. [...] Ohne ausreichend öffentliche Gelder sind solche Betriebe nicht überlebensfähig."

    Mit dem von der Österreichischen Agrarpolitik geplanten differenzierten Modell werden die Kleinbetriebe weiter benachteiligt und ein weiteres Bauernsterben bewusst in Kauf genommen, um die Großbetriebe zu schonen.

    Warum reichen die Naturschutz-Förderungen nicht aus?

    Aktuell sind die für das Grünland relevanten Naturschutzförderungen im Programm „ÖPUL/wertvolle Fläche (WF)“ im Fördertopf nicht ausreichend dotiert, um alle wertvollen Grünland-Flächen fördern und damit erhalten zu können.

    Die Maßnahme „Wertvolle Fläche“ im ÖPUL ist aktuell die einzige leistungsbezogene Förderung, die einen positiven Einfluss auf die Arten- und Lebensraumvielfalt hat (ÖPUL-Evaluierung). "Die Evaluierung "Natura 2000-ÖPUL 2007" hat gezeigt, dass die WF-Maßnahmen geeignet sind, einen günstigen Erhaltungszustand von Schutzgütern zu erhalten […]" (Jaritz 2013) Aufgrund der ausschließlichen Länderkompetenz für Naturschutz ist die Anwendung des WF-Modells vom Willen des jeweiligen Bundeslandes abhängig und daher österreichweit sehr unterschiedlich.

    Eine aktuelle Analyse des Lebensministeriums zum bisherigen Programm der ländlichen Entwicklung, zieht bezüglich Schwächen beim Schutz der Biodiversität (Arten- und Lebensraumvielfalt) den Schluss, dass: „betriebswirtschaftliche Anreize für die Bereitstellung von Ökosystemleistungen wegen starker Konkurrenz durch anderweitige Nutzungsarten nicht gegeben sind“. (SWOT-Analyse)

    Im Klartext: Die finanzielle Unterstützung für kleine bzw. naturverträglich wirtschaftende Landwirte sollte deutlich erhöht werden. Die ÖPUL-Fördersätze unterliegen jedoch strengen Vorgaben der EU. Es dürfen aktuell lediglich Mehraufwand und Nutzungsentgang bei der Bewirtschaftung von Naturschutzflächen entschädigt werden. Umso wichtiger ist es daher, dass die Basisprämie der Betriebsprämie für Extensivflächen gleich hoch ausbezahlt wird wie für Intensivflächen, damit hier keine Verzerrung hin zu den Intensivbetrieben bestehen bleibt!

    Entscheidend ist, dass die bewusste und sinnvolle Pflege des Extensivgrünlandes von höchstem gesellschaftlichen Wert ist. Jede Ungleichbehandlung zeigt, dass dieser Wert von der Politik nicht berücksichtigt wird!

    Es wurde doch ein Greening der Agrarförderung angekündigt
    - warum bringt das den Blumenwiesen nichts?

    Lesen Sie dazu bitte weiter unten "Greening – was davon übrig geblieben ist und was das für unsere Landschaft bedeutet!"

    EU-Agrarförderungen – was sind die Ziele?

    Die EU-Agrarförderungen der GAP (Gemeinsamen Agrarpolitik der EU), machen einen bedeutenden Teil des EU-Budgets aus. Ziel der EU ist einerseits, die Europäische Landwirtschaft in einer globalisierten Welt zu erhalten und somit die Lebensmittelversorgung Europas sicherzustellen. Gleichzeitig gibt es im Programm Prioritäten in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz, Klimawandel und Erhaltung des Ländlichen Raumes.

    EU-Agrarförderungen – was ist enthalten?

    Die Agrarförderungen sind in zwei Pakete – die 1. und 2. Säule – aufgeteilt. Bei der 1. Säule handelt es sich um sogenannte Direktzahlungen und marktbezogene Ausgaben, die vollständig aus EU-Mitteln finanziert werden. Jedes Mitgliedsland bekommt hier einen bestimmten Betrag zugewiesen. In der 1. Säule ist die Betriebsprämie für Landwirtschaftliche Betriebe enthalten. Aber auch große Lebensmittelkonzerne erhalten (z.B. für die Weiterverarbeitung von heimischen Kartoffeln zu Chips) Förderungen aus der 1. Säule.

    Die 2. Säule ist die "Förderung der ländlichen Entwicklung – ELER". Die hierfür vorgesehenen EU-Mittel müssen von den Mitgliedsstaaten kofinanziert werden. Damit also die EU-Förderung abgeholt werden kann, muss der Mitgliedsstaat (in Österreich Bund und Länder) selbst dazu zahlen. In der 2. Säule sind aktuell Agrarumweltmaßnahmen (in Österreich ÖPUL), die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete, Wettbewerbsmaßnahmen für Land- und Forstwirtschaft sowie Verbesserung der Lebensqualität im Ländlichen Raum (inklusive Naturschutz) integriert. Die genauen Zahlen zum Jahr 2012 können sie dem Grünen Bericht 2013 des Lebensministeriums auf Seite 11 und 12 entnehmen.

    1. Säule – die Entwicklung bis 2013

    Bis zum Jahr 1992 führte die EU eine sogenannte Preisstützung landwirtschaftlicher Produkte der EU durch Einlagerung von Produktions-Überschüssen aber auch deren Vernichtung, durch hohe Importzölle und Exporterstattung (Zahlung der Differenz zum Weltmarktpreis an die Bauern) durch.

    Von 1993 bis 2004 wurde auf Produktprämien umgestellt. Das heißt, Landwirte, die bestimmte Produkte wie Mais, Getreide oder Raps anbauten, erhielten einen jeweils produktspezifischen Geldbetrag je Hektar Anbaufläche – das betraf die Ackerbetriebe. Für Tierhaltung gab es z.B. Milchvieh-, Mutterkuh- oder Schlachtprämien. Für Grünland-Flächen war keine Prämie pro Hektar vorgesehen. Die Produktprämien setzten die massive Ungleichverteilung der Direktzahlungen auf die landwirtschaftlichen Betriebe fort. Ackerbaubetriebe mit großer Produktionsfläche oder Betriebe mit intensiver Tierhaltung waren stark bevorzugt gegenüber Grünlandbetrieben – besonders den extensiven.

    2005 führte die EU die einheitliche Betriebsprämie ein, die nach einem Übergangszeitraum unter deutlicher Reduktion der Produktprämien eine faire und leistungs- bzw. produktions-unabhängige Förderung für jeden Hektar bewirtschafteter Fläche und jeden Landwirt zum Ziel hat. Ein Recht darauf hatten aber bisher nur jene Landwirte und Flächen, die auch schon im Zeitraum 2000 bis 2002 Produktprämien bekommen hatten! Wer damals nichts bekommen hatte, ging weiterhin leer aus. Nur landwirtschaftliche Neueinsteiger konnten bei der Betriebsprämie neu einsteigen. Zur Berechnung der einheitlichen Betriebsprämie konnten die Mitgliedsstaaten aus zwei Modellen wählen. Das Regionalmodell sah einen regionalen einheitlichen Satz für alle anspruchsberechtigten Flächen vor und führt schneller zu einer gerechten Umverteilung unter den Landwirten. Dieses Modell wählte z.B. Deutschland. Das historische Modell – genau dieses wählten die Österreichischen Agrarpolitiker! – führt zu vollkommen unterschiedlichen Hektar-Prämien da die Ansprüche aus den alten Produktprämien ermittelt werden. Extensive Betriebe blieben – sofern sie überhaupt Ansprüche hatten – weiterhin benachteiligt. Zusätzlich durften einzelne Produktprämien – mit Erlaubnis der EU – weiterhin bestehen. Die Mutterkuh-Prämie unterstützt insbesondere Extensiv-Betriebe, da Mutterkuhhaltung vor allem von Extensivbetrieben und oft mit Almauftrieb durchgeführt wird.

    Wir meinen: "Die österreichischen Politiker hätten schon 2005 bis 2013 das Regionalmodell wählen sollen, um die massive Bevorzugung der Acker- und Intensiv-Viehzucht-Betriebe zu reduzieren und die Extensiv-Betriebe fair in die Förderung einzubeziehen und somit auch ökologisch wertvolle Flächen über die 1. Säule zu sichern!"


    1. Säule – der Plan 2014 bis 2020

    Wesentlichster Teil soll die Basisprämie der einheitlichen Betriebsprämie sein. Jeder Hektar landwirtschaftlicher Fläche soll ab 2014 eine Basisprämie bekommen, unter anderem auch jene Flächen, die bisher gar keine Ansprüche hatten. Bis 2019 soll die Basisprämie auf allen landwirtschaftlichen Flächen einen gleichen regionalen Flächensatz erreicht haben. Wie schnell die Angleichung erfolgt, wird den Mitgliedsstaaten überlassen – die Verantwortung liegt also bei den Politikern der Mitgliedsstaaten. Die artenreichen und daher bunten Wiesen und Weiden in Österreich sind aktuell in Gefahr, unter die Räder landwirtschaftlicher Verteilungskämpfe zu kommen. Die österreichische Agrarpolitik möchte auf Druck der Intensivlandwirtschafts-Lobby nicht für alle Flächen den gleichen Basisprämiensatz auszahlen, sondern für Extensivflächen einen "Reduktionskoeffizienten" anwenden. Das heißt nur 25% des Betrages, den alle Ackerflächen und das Intensivgrünland bekommen sollen!
    Lesen Sie mehr unter "Basisprämie – mögliche Modelle im Detail"

    EU Direktzahlungen

    Weitere Neuerungen in der ersten Säule : Maximal 10 % sollen bis 2020 für Produktprämien verwendet werden dürfen, die Mutterkuhprämie wird lt. Beschluss der Österreichischen Agrarpolitik jedoch fallen, und das trifft vor allem wieder kleine, eher extensive Betriebe. Ein Anteil von 2% darf für Unterstützung von Junglandwirten verwendet werden. 30% der 1. Säule sollen in das sogenannte "Greening" fließen. Vor allem auch auf Druck der Österreichischen Politik ist von den ursprünglichen Plänen für eine umwelt- und klimafreundlichere Landwirtschaft im Greening praktisch fast nichts mehr übrig geblieben.
    Lesen Sie dazu mehr unter "Greening – was davon übrig geblieben ist und was das für unsere Landschaft bedeutet!"

    Die Abbildung zum Aufbau der Förderungen aus der ersten Säule finden Sie unter den Downloads. (Quelle: Europäische Kommission)

    Basisprämie – mögliche Modelle im Detail

    Von der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft (Studie Kirner 2012) wurden drei mögliche Modelle für die Basisprämie durchgerechnet. Diese Zahlen wurden dann in verschiedenen Publikationen im Agrarbereich, auf Websites, in Presseaussendungen von Seiten der Landwirtschaftskammer, des Bauernbundes und des Lebensministeriums sehr ähnlich kolportiert.

    Bei der einheitlichen Flächenprämie (EFP) würden alle landwirtschaftlichen Flächen – egal ob Acker, intensives oder extensives Grünland – denselben Betrag pro Hektar erhalten. Errechnet wurden 253€ je Hektar.

    Bei der differenzierten Prämie (DFP1) bekämen Acker und "normalertragsfähiges Grünland" jeweils 294 € pro Hektar, während für Extensives Grünland lediglich 73,50 € pro Hektar bezahlt würden. Acker- und Intensiv-Grünlandbetriebe würden damit gegenüber der einheitlichen Flächenprämie 41€ mehr pro Hektar bekommen, während der Landwirt mit extensivem Grünland 179,50 € pro Hektar verlieren würde!

    Die Österreichische Agrar-Lobby und Politik möchte für die Periode 2015-2020 das Modell der differenzierten Prämie wählen und damit sowohl Extensiv-Landwirte als auch wertvolle Extensivgrünlandflächen wie artenreiche Wiesen, Almen und Hutweiden massiv benachteiligen!

    (Zur Vollständigkeit: Modell 3 (DFP2) würde ergeben: Acker 323€ je Hektar, Intensiv-Grünland 242€ je Hektar, Extensives Grünland 66,9€ je Hektar.)
    (Die Publikationen zu den Modellen – auch in den Medien der Agrarvertretungen – finden Sie unter den Downloads.)

    Greening der Landwirtschaft in der EU

    Greening – was war geplant

    Unter dem Begriff "Greening" wollte die EU verstärkt Umweltmaßnahmen in die 1. Säule (Direktförderungen) integrieren, um eine Verbesserung der massiven Probleme im Bereich, Boden, Grundwasser, Umwelt, Klima, Biodiversität und Naturschutz zu erreichen.

    Geplant war folgende Vorgangsweise: Betriebe, auf die bestimmte Kriterien zutreffen, müssen verpflichtende Maßnahmen durchführen und bekommen dafür Zahlungen. Erfüllen sie die Greening-Bedingungen nicht, kommt es zu Sanktionen mit Verlusten von Zahlungen in der gesamten 1. Säule. Das Greening soll 30% der Ausgaben der 1. Säule ausmachen. Für die Verordnung vom 19.11.2011 zum Greening war geplant:

    • Ökologische Vorangflächen: Jeder Landwirt, der mehr als 3 Hektar Ackerland bewirtschaftet, soll 7 % der Ackerbaufläche als ökologischen Vorrangflächen ausweisen. Diese Maßnahme gilt ausschließlich für Ackerflächen und soll der Erhaltung der Biodiversität und von Landschaftselementen dienen. Dafür sollten Brachen, Landschaftselemente, Pufferstreifen/Blühstreifen, Terrassen und Aufforstungen anrechenbar sein.

    • Anbau-Diversifizierung: Durch den Anbau von verschiedenen Kulturpflanzen im Ackerbau können die mit Monokulturen verbundenen Probleme wie die Ausbreitung von Schädlingen oder Unkräutern vermindert werden. Dann ist auch weniger Chemie-Einsatz notwendig, was Verbesserungen für die Umwelt und im Fall des Maisanbaus z.B. für Honig- und Wildbienen bringt. Ab 3 ha Ackerland sollten Betriebe mindestens drei unterschiedliche Kulturen anlegen.

    • Erhaltung von Dauergrünland: nur maximal 5% der Dauergrünlandfläche jedes Betriebes mit Dauergrünland darf umgebrochen werden, um einen Verlust des Dauergrünlandes zu begrenzen (Referenzjahr 2014). Diese Auflage existiert bereits jetzt in Österreich.

    • Geplante Ausnahmen: Biobetriebe sind vom Greening automatisch freigestellt und kommen in den Genuss der Zahlung. Betriebe in Natura-2000 Gebieten müssen die einschlägigen Verordnungsanforderungen so erfüllen, wie diese im Einklang mit den Natura-2000 Vorschriften stehen. (Entwurf S.9)

    Unser Resumee: Vor allem für das Ackerland hätten die vorgeschlagenen Punkte sehr positive Auswirkungen. Für das Intensivgrünland und ganz besonders für das wertvolle extensive Grünland – die blumenreichen Wiesen, Hutweiden und Almen – hätten diese Maßnahmen aber praktisch keine Bedeutung, da ein Umbruchverbot in Österreich bereits existiert und gerade extensive Flächen auf Grund der Nährstoffarmut kaum für die Umwandlung zu Äckern geeignet sind. Der wiederholte Verweis der Österreichischen Agrarlobby und -politik auf das Greening im Zusammenhang mit der Basisprämien-Problematik beim Extensiv-Grünland kann daher nur als Ablenkungsmanöver gewertet werden.

    Greening – was davon übrig geblieben ist und was das für unsere Landschaft bedeutet!

    Dazu ein Zitat von der Website des Lebensministeriums:"Die ursprünglich seitens der Kommission vorgelegten Verpflichtungen und Rahmenbedingungen für diese Maßnahme wurden in den Endverhandlungen wesentlich verändert, wodurch sich die Anzahl der Betriebe, die betroffen sein werden, erheblich reduziert."

    • Ökologische Vorrangflächen: "Der ursprüngliche Vorschlag der Kommission [...] konnte wesentlich entschärft werden. [...] Der nunmehr fixierte Prozentsatz beträgt 5 Prozent der Ackerfläche. Nur Betriebe, welche mehr als 15 Hektar Ackerfläche bewirtschaften (Dauerkulturflächen bleiben unberücksichtigt), müssen 5 Prozent ökologische Vorrangflächen anlegen. Statt 9.000 steirische Betriebe sind von dieser Maßnahme nur mehr 2.500 Betriebe betroffen.[...] Als ökologische Vorrangflächen gelten [Anmkg: auch] stickstoffbindende Pflanzen, Zwischenfrüchte und Winterbegrünung mit entsprechenden Reduktionsfaktoren und Kurzumtriebswälder ohne Pflanzenschutzmittel und Dünger." (Zitat LK Steiermark) Nach einer Evaluierung durch die Europäische Kommission kann dieser Prozentsatz ab 2017 eventuell auf 7 Prozent erhöht werden.

      Unsere Meinung: Mit dieser Regelung könnten z.B. auf den „ökologischen Vorrangflächen“ Äcker mit Soja oder Erbsen angelegt werden, um Tierfutter für intensive und klimaschädigende Fleischproduktion zu erzeugen. Sie sind für die Biodiversität in keiner Form relevant.

    • Anbau-Diversifizierung: "Betriebe zwischen 10 und 30 Hektar Ackerland müssen mindestens zwei Kulturpflanzen kultivieren, von denen keine über 75 Prozent der Fläche umfassen darf. Betriebe über 30 Hektar Ackerland müssen mindestens drei Kulturpflanzen kultivieren, die beiden Hauptkulturen dürfen nicht mehr als 95 Prozent der Gesamtfläche umfassen. Von der Anbaudifferenzierung ausgenommen sind Betriebe mit weniger als 10 Hektar Ackerland sowie Betriebe mit mehr als 75 Prozent Dauergrünland, Wechselwiese, Kleegras, Stilllegung, wenn die restliche Ackerfläche kleiner als 30 Hektar ist. Erste Auswertungen der Landwirtschaftskammer zeigen, dass durch diese vorliegende Regelung in der Steiermark nur mehr rund 3.700 Betriebe betroffen sein werden. Der ursprüngliche Vorschlag der Kommission hätte 9.000 betroffen." (Zitat LK Steiermark)

    • Erhaltung von Dauergrünland: Die Mitgliedsstaaten müssen gewährleisten dass nicht mehr als 5 % des Dauergrünlandes durch Umackern verloren gehen.

    • Ausnahmen: Biobetriebe sowie Dauerkulturflächen und Flächen in Natura-2000 Gebieten (!) sind vom Greening ausgenommen! Das heißt, in Natura-2000-Gebieten dürfte künftig noch intensiver gewirtschaftet werden als im „normalen“ Ackerland.

    Unsere Meinung: Von den ursprünglich guten Greening-Vorschlägen der Komission ist nur mehr wenig übrig geblieben. Minister Berlakovich ist in Presseaussendungen sogar stolz, die strengeren Auflagen des Greenings, die Vorteile für Gesundheit, Umwelt, Klima und biologische Vielfalt und somit für die Gesellschaft bringen sollten, "abgemildert" zu haben, denn Österreich war ganz massiv an den Forderungen zur Abschwächung des Greenings beteiligt. Das Greening ist in der beschlossenen Form ein Feigenblatt für die Intensiv-Landwirtschaft. Dass als ökologische Vorrangfläche auch Äcker mit stickstoffbindenen Pflanzen – von Minister Berlakovich als „Eiweißpflanzen“ bezeichnet – angerechnet werden dürfen, ist absurd, da diese Flächen keinen erhöhten Wert für die Biodiversität haben, sondern lediglich der Landwirtschaft als Futter-Produktionsflächen oder Stickstoff-Dünger für die Ackerflächen dienen. Und schon fordert die Österreichische Agrarvertretung auch, dass das geplante Dünge- und Pestizidverbot für diese Flächen aufgehoben werden soll.

    Dass Flächen in Natura-2000 Gebieten ausgenommen werden sollen, ist ebenso absurd, da gerade in diesen Europa-Schutzgebieten eine Verbesserung der Umweltsituation angestrebt werden muss, um negative Folgen auf die Schutzgüter und teure Strafzahlungen zu vermeiden. Landwirte, die aktuell Natura-2000 Flächen in Österreich bewirtschaften, haben im Gegensatz zu anderen Mitgliedsländern ohnehin keine Einschränkungen und damit keine Erschwernis bei der Bewirtschaftung, die diese Ausnahme rechtfertigen würden.

    Trockenrasen Wien Lobau

    Heißländen-Trockenrasen Wien Lobau

    Magerwiese

    Magerwiese Niederösterreich Wienerwald

    Ziesel

    Europäisches Ziesel

    Silage Erzeugung

    Für die Silage-Erzeugung wird intensiv gedüngt.

    Bergmahd Vorarlberg

    Bergmahd Vorarlberg

    Alm Steiermark

    Alm Steiermark

    Bläulinge

    Bläulinge

    Guelle Ausbringung

    Ausbringung von Gülle – nur wenige Pflanzen vertragen das.

    Magerwiese Vorarlberg

    Magerwiese Vorarlberg

    Tiroler Alm

    Alm Tirol

    Beweidung mit Schafen

    Die extensive Beweidung mit Schafen auf Hutweiden erhält viele bunte Naturjuwele.

    Jauche

    Jauche wird häufig auch ganz nah an Gewässern ausgebracht.

    Feuchtwiese im Wienerwald

    Feuchtwiese Wien Wienerwald

    Almwiese Kärnten

    Almwiesen Kärnten

    Insekten auf Blumenwiese

    Auf Blumenwiesen leben zahlreiche Insekten.

    Entwässerung einer Hangwiese

    Entwässerung einer feuchten Hangwiese

    Kalkniedermoor Vorarlberg

    Kalkniedermoor Vorarlberg

    Hutweide

    Trockenrasen Niederösterreich Thermenlinie – Hutweide

    Wildbiene

    Wildbiene

    Intensivwiese

    Intensivwiesen sind artenarm und bieten kein Futter für Blütenbesucher.

    Feuchtwiese Lainzer Tiergarten

    Feuchtwiese Wien Lainzer Tiergarten

    Alm Salzburg

    Alm Salzburg

    Graugänse

    Graugänse im Burgenland Seewinkel

    Misthaufen

    Mit Mist wurde auch früher gedüngt. Magerwiesen vertragen maximal einen Ausgleich des Nährstoffentzugs.

    Hochmoebling Alm

    Almwiese Steiermark

    Trockenrasen Niederösterreich

    Trockenrasen Niederösterreich – Hutweide

    Alm

    Ohne eine sanfte Beweidung der Almen wachsen diese zu und der Blütenreichtum verschwindet.

    Gülleausbringung

    Düngung von Wiesen und Weiden mit betriebseigenem Dünger ist sinnvoll und entspricht dem ökologischen Kreislaufprinzip. Durch die enorme Steigerung von Kraftfuttergaben und die Stallhaltung sind aber heute viele Wiesen überdüngt oder gar zu Entsorgungsflächen geworden.

    Borstgraswiese

    Magerwiese Vorarlberg

    feuchte Alm Steiermark

    Feuchte Alm Steiermark

    Beweidung eines Trockenrasens mit Rindern

    Extensive Beweidung von Trockenrasen mit Rindern, Niederösterreich

    Intensivweide

    Im Vergleich dazu eine Intensivweide.

    Hochmöbling Alm

    Alm Steiermark

    Trockenrasen Wien Döbling

    Trockenrasen Wien Döbling – Hutweide

    Steilflächenmahd

    Steilflächenmahd mit dem Balkenmäher, Oberösterreich

    Intensivwiese

    "Löwenzahn-Wiesen" sind ökologisch wertlose Intensivwiesen. Sie blühen nur ein Mal kurz, dann bieten sie keine Nahrung mehr für Blütenbesucher.